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WordPress-Backup einspielen: so stellen Sie Ihre Seite sauber wieder her

Ein Backup nützt nur, wenn man es im Ernstfall auch einspielen kann. Genau daran scheitern viele im entscheidenden Moment. Diese Anleitung führt Sie ruhig durch die Wiederherstellung, ohne dabei neue Probleme zu schaffen.

Laptop mit einer Website, die gerade Probleme macht

Es gibt einen Satz, den man im Notfall nie hören will: Ich habe zwar ein Backup, aber ich weiß nicht, wie ich es einspiele. Eine Sicherung zu besitzen ist die halbe Miete, sie im Ernstfall sauber wiederherzustellen die andere. Viele machen brav Backups und stehen dann doch hilflos da, wenn es darauf ankommt. Das muss nicht sein.

Die Wiederherstellung ist kein Hexenwerk, wenn man die richtige Reihenfolge kennt und ruhig vorgeht. Der wichtigste Grundsatz dabei: Hektik ist der größte Feind. Wer im Stress unüberlegt einspielt, überschreibt manchmal genau die Daten, die er noch gebraucht hätte. Gehen Sie deshalb Schritt für Schritt vor.

Was zu einem vollständigen Backup gehört

Bevor Sie einspielen, sollten Sie wissen, woraus ein WordPress-Backup besteht. Es hat zwei Hauptbestandteile: die Dateien und die Datenbank. Die Dateien umfassen WordPress selbst, Themes, Plugins und Ihre hochgeladenen Medien. Die Datenbank enthält die eigentlichen Inhalte: Texte, Seiten, Kommentare und Einstellungen. Erst beide zusammen ergeben eine vollständige, wiederherstellbare Sicherung.

Wenn Sie nur eines von beiden haben, wird die Wiederherstellung schwierig. Deshalb ist es wichtig, schon beim Sichern darauf zu achten, dass beide Teile erfasst werden. Beim Einspielen brauchen Sie dann auch beide, und sie müssen zusammenpassen, also vom selben Zeitpunkt stammen.

So spielen Sie ein Backup sauber ein

  1. Ruhe bewahren und Lage prüfen: Verschaffen Sie sich erst einen Überblick: Was genau ist kaputt, und welches Backup passt dazu? Spielen Sie nicht überstürzt das erstbeste ein, sondern wählen Sie eine Sicherung aus der Zeit, als noch alles lief.
  2. Aktuellen Zustand zusätzlich sichern: So seltsam es klingt: Sichern Sie auch den kaputten Zustand, bevor Sie ihn überschreiben. Falls im Backup etwas fehlt, haben Sie so noch Zugriff auf den letzten Stand.
  3. Dateien zurückspielen: Übertragen Sie die gesicherten Dateien per FTP oder über das Werkzeug Ihres Backup-Plugins an ihren Platz. Achten Sie darauf, dass die Struktur stimmt und nichts am falschen Ort landet.
  4. Datenbank importieren: Spielen Sie die gesicherte Datenbank ein, meist über phpMyAdmin oder das Backup-Werkzeug. Wichtig: Die Zugangsdaten in der wp-config.php müssen zur eingespielten Datenbank passen.
  5. Gründlich testen: Rufen Sie die Seite auf und prüfen Sie Startseite, Unterseiten, Login und wichtige Funktionen. Erst wenn alles läuft, ist die Wiederherstellung abgeschlossen.

Tipp: Wer ein Backup-Plugin nutzt, hat es beim Einspielen oft leichter, weil das Plugin Dateien und Datenbank gemeinsam verwaltet und die Wiederherstellung über einen Knopf anbietet. Trotzdem gilt auch hier: vorher den aktuellen Zustand sichern.

Der wichtigste Rat: vorher üben

Die unangenehme Wahrheit über Backups ist, dass viele erst im Ernstfall merken, dass ihre Sicherung unvollständig ist oder sich nicht einspielen lässt. Deshalb der vielleicht wichtigste Rat überhaupt: Testen Sie die Wiederherstellung einmal, wenn kein Notfall vorliegt. Spielen Sie ein Backup probeweise auf einer Testumgebung ein. Dann wissen Sie, dass es funktioniert, und kennen die Schritte, wenn es wirklich darauf ankommt.

Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Wette. Vielleicht funktioniert es, vielleicht nicht. Diese Unsicherheit wollen Sie im Ernstfall nicht haben. Eine einzige Übung verwandelt die Hoffnung in Gewissheit, und das ist im Notfall unbezahlbar.

Das Backup zuerst woanders ausprobieren

Ein Backup einzuspielen klingt einfach, hat aber eine Tücke: Wenn beim Einspielen etwas schiefgeht, überschreiben Sie womöglich den aktuellen Stand mit einem fehlerhaften Vorgang und stehen schlechter da als vorher. Deshalb ist es klug, ein Backup nicht direkt über die laufende Seite zu spielen, sondern den Weg abzusichern.

Der sicherste Ansatz ist, das Backup zuerst in einer Testumgebung oder auf einer separaten Installation einzuspielen und dort zu prüfen, ob alles vollständig und funktionsfähig ist. Viele Hoster bieten dafür eine Staging-Umgebung an. Erst wenn das wiederhergestellte Backup dort sauber läuft, überträgt man es auf die echte Seite. So vermeiden Sie, dass ein unvollständiges oder beschädigtes Backup die letzte funktionierende Version zerstört.

Geht das nicht, sollten Sie vor dem Einspielen unbedingt den aktuellen Zustand der Seite sichern, so kaputt er auch sein mag. Das klingt widersinnig, ist aber wichtig: Selbst eine beschädigte Seite kann Reste enthalten, die Sie später noch brauchen. Mit einer Sicherung des Ist-Zustands in der Hand können Sie das Einspielen gefahrlos versuchen und notfalls zurück. Diese doppelte Absicherung kostet ein paar Minuten und schützt Sie vor dem schlimmsten Fall, nämlich aus einem reparablen Problem ein endgültiges zu machen.

Die Kurz-Checkliste

  • Lage geprüft und ein passendes Backup ausgewählt
  • Den aktuellen, kaputten Zustand zusätzlich gesichert
  • Dateien an die richtige Stelle zurückgespielt
  • Datenbank importiert und Zugangsdaten abgeglichen
  • Seite gründlich getestet, nicht nur die Startseite
  • Die Wiederherstellung einmal außerhalb des Notfalls geübt

Mit dieser Anleitung wird aus einem Backup das, was es sein soll: ein verlässliches Sicherheitsnetz. Wer die Schritte kennt und einmal geübt hat, stellt seine Seite im Ernstfall ruhig und sicher wieder her, statt im entscheidenden Moment zu verzweifeln.

Rund um Sicherungen und Wiederherstellung passen außerdem: Backup-Strategie, Datenbankverbindung-Fehler und Internet Archive nutzen.

Häufige Fragen

Beide Bestandteile einer vollständigen Sicherung: die Dateien (WordPress, Themes, Plugins, Medien) und die Datenbank (Inhalte und Einstellungen). Beide müssen vom selben Zeitpunkt stammen und zusammenpassen. Außerdem brauchen Sie Zugang per FTP oder über ein Backup-Werkzeug sowie die passenden Datenbank-Zugangsdaten.

Wenn Sie überstürzt vorgehen, ja. Der häufigste Fehler ist, den aktuellen Zustand zu überschreiben, ohne ihn vorher zu sichern. Sichern Sie deshalb auch den kaputten Stand, bevor Sie das Backup einspielen. Dann ist jeder Schritt umkehrbar.

Leider meist nicht. Ohne die Datenbank fehlen die eigentlichen Inhalte wie Texte und Einstellungen. Die Dateien allein ergeben eine leere Hülle. Achten Sie künftig darauf, dass Ihre Backups immer beide Teile enthalten.

Unbedingt. Viele merken erst im Notfall, dass ihre Sicherung unvollständig ist oder sich nicht einspielen lässt. Eine einmalige Testwiederherstellung auf einer Testumgebung gibt Ihnen die Gewissheit, dass das Backup funktioniert, und macht Sie mit den Schritten vertraut.

Backup lässt sich nicht einspielen oder ist unvollständig?

Wenn die Wiederherstellung scheitert oder Teile des Backups fehlen, ist guter Rat gefragt. Der Notdienst webseitenrettung.de prüft, was sich aus Ihrer Sicherung und anderen Quellen herausholen lässt.

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