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Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website: was jetzt zu tun ist

Diese Meldung hat den weißen Bildschirm abgelöst und ist eigentlich ein Fortschritt, denn WordPress gibt Ihnen heute mehr Hinweise als früher. Wie Sie diese Hinweise nutzen und die Seite wieder flottmachen, zeigt dieser Ratgeber.

Laptop mit einer Website, die gerade Probleme macht

Seit einigen Versionen zeigt WordPress statt eines nackten weißen Bildschirms diese Meldung: Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website. Das klingt erst mal beunruhigend, ist aber tatsächlich eine Verbesserung. Denn WordPress fängt den Fehler jetzt ab und schickt Ihnen, sofern eine Admin-E-Mail hinterlegt ist, oft sogar eine Nachricht mit konkreten Hinweisen zur Ursache.

Diese E-Mail ist Gold wert, also schauen Sie zuerst in Ihr Postfach. Sie enthält häufig den Namen des Plugins oder Themes, das den Fehler ausgelöst hat, und einen speziellen Link, über den Sie in einen Wiederherstellungsmodus gelangen. Damit ist die halbe Arbeit oft schon getan.

Was die Meldung bedeutet

Ein kritischer Fehler heißt, dass beim Aufbau der Seite ein Problem auftrat, das WordPress nicht überspringen konnte. Statt eine kaputte Seite auszuliefern, bricht es kontrolliert ab und zeigt die Hinweismeldung. Die Ursachen sind dieselben wie beim klassischen weißen Bildschirm: meist ein Plugin, ein Theme, ein PHP-Fehler oder ein Speicherproblem.

Der Unterschied zum alten weißen Bildschirm liegt in der Diagnose. WordPress weiß heute oft selbst, wo es klemmt, und teilt es Ihnen mit. Das macht die Fehlersuche deutlich angenehmer, vorausgesetzt, eine gültige Admin-E-Mail ist hinterlegt und die Nachricht kommt an.

Schritt für Schritt zur Lösung

  1. Admin-E-Mail prüfen: Schauen Sie zuerst in das Postfach der Administrator-Adresse, auch im Spam-Ordner. WordPress nennt dort oft den verursachenden Baustein und liefert einen Link zum Wiederherstellungsmodus.
  2. Wiederherstellungsmodus nutzen: Über den Link in der E-Mail gelangen Sie in einen geschützten Modus, in dem Sie das problematische Plugin oder Theme deaktivieren können, während die Seite für Besucher noch abgesichert ist.
  3. Ohne E-Mail: Plugins deaktivieren: Kam keine Nachricht an, gehen Sie vor wie beim weißen Bildschirm: alle Plugins per FTP deaktivieren, indem Sie den Ordner umbenennen, dann einzeln zurück, bis der Fehler wiederkommt.
  4. Theme testen: Wechseln Sie testweise auf ein Standard-Theme. Verschwindet der Fehler, lag es am Theme. Auch das geht per FTP durch Umbenennen des Theme-Ordners.
  5. Debugging einschalten: Wenn die Ursache unklar bleibt, aktivieren Sie das Debugging in der wp-config.php, am besten mit Ausgabe in eine Protokolldatei. Dort steht dann der genaue Fehler.

Tipp: Hinterlegen Sie für künftige Fälle eine Admin-E-Mail, die Sie regelmäßig lesen und die nicht auf derselben Domain liegt wie die Website. Wenn die Seite samt E-Mail-Postfach ausfällt, käme eine Nachricht an die eigene Domain sonst nie an.

Wenn der Wiederherstellungsmodus nicht weiterhilft

Manchmal nennt WordPress zwar einen Verursacher, aber nach dessen Deaktivierung bleibt der Fehler. Dann sind oft mehrere Bausteine beteiligt, oder die eigentliche Ursache liegt tiefer, etwa in der PHP-Version oder einem beschädigten Kern. In diesem Fall hilft das geduldige Ausschlussverfahren weiter: Schritt für Schritt deaktivieren, testen, weitergehen.

Spätestens wenn Sie das Gefühl haben, im Kreis zu drehen, oder wenn die Seite geschäftlich wichtig ist und jede Stunde Ausfall zählt, ist es vernünftig, fachliche Hilfe hinzuzuziehen, statt immer weiter zu probieren. Mit einem aktuellen Backup im Rücken bleibt die Lage ohnehin entspannt, weil Sie jederzeit auf einen funktionierenden Stand zurückkönnen.

Was der Fehler über den Mailversand verrät

Ein oft übersehener Nebenaspekt dieses Fehlers ist, was er über den E-Mail-Versand Ihrer Seite aussagt. Die Wiederherstellungs-Mail kommt nämlich nur an, wenn Ihre WordPress-Installation überhaupt E-Mails verschicken kann. Bleibt sie aus, ist das ein Hinweis, dass mit dem Mailversand etwas nicht stimmt, und das betrifft weit mehr als nur diese eine Nachricht.

Viele WordPress-Seiten verschicken Mails standardmäßig über eine einfache Serverfunktion, die bei vielen Hostern unzuverlässig ist oder ganz blockiert wird. Das führt dazu, dass nicht nur die Wiederherstellungs-Mail fehlt, sondern auch Bestellbestätigungen, Kontaktformular-Nachrichten oder Passwort-Zurücksetzen-Mails nie ankommen. Oft merkt man das erst, wenn ein Kunde sich beschwert, dass er nie eine Antwort bekommen hat.

Der kritische Fehler kann also ein guter Anlass sein, den Mailversand grundsätzlich auf ein solides Fundament zu stellen. Mit einem entsprechenden Plugin lässt sich einrichten, dass WordPress seine E-Mails über einen zuverlässigen Versanddienst verschickt, statt über die wacklige Standardfunktion. Dann kommt nicht nur die Wiederherstellungs-Mail im Ernstfall an, sondern auch alle anderen wichtigen Nachrichten Ihrer Seite zuverlässig beim Empfänger.

Vorsorge für den nächsten Fall

Damit der kritische Fehler beim nächsten Mal seinen Schrecken verliert, sorgen Sie für zwei Dinge vor. Erstens: Hinterlegen Sie in WordPress eine aktuelle, von Ihnen erreichbare Administrator-E-Mail-Adresse, denn nur dann kommt die wertvolle Wiederherstellungs-E-Mail überhaupt bei Ihnen an. Zweitens: Sorgen Sie für regelmäßige Backups. Mit einem frischen Backup im Rücken ist selbst der hartnäckigste kritische Fehler nie ein Drama, weil Sie jederzeit zu einem funktionierenden Stand zurückkehren können.

Die Kurz-Checkliste

  • Admin-Postfach geprüft, auch den Spam-Ordner
  • Den Link zum Wiederherstellungsmodus genutzt, falls vorhanden
  • Plugins deaktiviert und einzeln zurückgetestet
  • Auf ein Standard-Theme gewechselt und geprüft
  • Debugging aktiviert, um die genaue Meldung zu sehen
  • Eine erreichbare Admin-E-Mail für die Zukunft hinterlegt

Der kritische Fehler ist kein Grund zur Panik, sondern ein Hinweisgeber, den frühere WordPress-Versionen so nicht hatten. Wer die mitgelieferten Hinweise nutzt, hat die Ursache meist schnell gefunden und die Seite zügig wieder am Netz.

Diese verwandten Ratgeber helfen bei ähnlichen WordPress-Problemen: WordPress: weißer Bildschirm, Plugin-Konflikt finden und PHP-Version umstellen.

Häufige Fragen

Sie geht an die in den WordPress-Einstellungen hinterlegte Administrator-Adresse. Schauen Sie auch im Spam-Ordner nach. Die Nachricht enthält oft den Namen des verursachenden Plugins oder Themes und einen Link zum Wiederherstellungsmodus.

Ein geschützter Sondermodus, in den Sie über den Link in der Hinweis-E-Mail gelangen. Dort können Sie das fehlerhafte Plugin oder Theme deaktivieren, während Besucher weiterhin nur die abgesicherte Meldung sehen. So reparieren Sie die Seite, ohne dass im Frontend Schaden sichtbar wird.

Dann ist entweder keine gültige Admin-Adresse hinterlegt, oder die Nachricht ist nicht angekommen. Gehen Sie in diesem Fall manuell vor: Plugins per FTP deaktivieren, Theme testen und das Debugging einschalten, um die Ursache zu finden.

Nein, im Gegenteil. Es ist derselbe Typ Problem, nur dass WordPress es heute kontrolliert abfängt und Ihnen Hinweise gibt. Damit ist die Fehlersuche meist einfacher als beim alten, hinweislosen weißen Bildschirm.

Der kritische Fehler bleibt trotz aller Hinweise?

Wenn der genannte Verursacher deaktiviert ist und die Seite trotzdem streikt, liegt oft mehr im Argen. Der Notdienst webseitenrettung.de findet auch verschachtelte Ursachen und bringt die Seite zurück.

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